Gedanken zur modernen Hire und Fire Arbeitswelt.


Das wahre Gesicht eines Arbeitgebers /in erkennt man meist bei der Kündigung und der Zeit danach. War er nur aufs Geldverdienen aus, dann stellt er beim Abschlussgespräch, sofern vorhanden, keinerlei weitere Informationen bereit, die er oder sie aus seinem oder ihren Erfahrungsschatz über den Angestellten gewonnen hat und die er oder sie ihm nutzvoll für den weiteren Lebensweg bereitstellen kann. Es kann natürlich auch sein, dass er dazu nicht fähig ist, weil er sich nur um das Geschäftliche interessierte, oder er scheut sich Informationen anzubieten. Dies ist natürlich auch nicht zielführend, da die Arbeitszeit, das Arbeiten mit Kollegen und Vorgesetzten stets ein ständiger Prozess des Lernens im fachlichen, sozialen und zwischenmenschlichen Bereich sein sollte.

Ein meiner Ansicht nach unrühmliches Beispiel ist der Versuch durch firmeneigene Schriften es dem Arbeitnehmer abzusprechen, sich auf allgemein für ihn geschaffene gültige Gesetze des Staates zu berufen. Ja ich war damals auch noch nicht so intelligent eine sogenannte “Ausgleichsquittung” einer Landshuter Zeitarbeitsfirma nicht zu unterschreiben. oder hatte ich Bedenken, wenn ich sie nicht unterschreibe, dass ich dann mein restliches Gehalt nicht überwiesen bekäme? Und vielleicht ist es ja auch ein Mittel, diese Ungewissheit, den einen dazu leitet etwas zu unterschreiben, was eigentlich keine Rechtsgültigkeit haben dürfte (Punkt 3 der abgebildeten Ausgleichsquittung). Denn Punkt 3 versucht sich ja über das allgemeine Gesetz des Staates zu stellen und es einem abzusprechen, staatliche Gesetze in Anspruch zu nehmen. Bemerkenswert ist dabei auch, wie dieser Punkt 3 zwischen anderen Punkten, die bei einer Arbeitsbeendigung sinnvoll erscheinen, untergejubelt ist. Man fühlt sich jedenfalls ein wenig überrumpelt bei so einem Zettel, am letzten Tag dann im Büro, man will ja sein Gesicht wahren und in beiderlei (Ein)verständnis auseinandergehen. Ist es dann nicht ein Akt der Nötigung zu dem Zeitpunkt des noch nicht vollumfänglich überwiesenen Gehaltes (man bemerke auch den Titel des Zettels als “Ausgleichsquittung”) es zu versuchen einem solche selbstgebastelten Gesetze versuchen unterschreiben zu lassen?

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